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PostHeaderIcon Die Kirche in Neubäu

Die Kirche Mariä Namen in Neubäu wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts, jedoch im Stil der Neuromanik, von dem berühmten Architekten Johann Baptist Schott errichtet. Hier wollte man die Romanik des Mittelalters nachahmen. Der romanische Kirchenbau sollte wie eine himmlische Festung sein und den Glanz des Himmels vorwegnehmen. So ist die Kirche einfach schön, der Hochaltar in Gold und Weiß auf grauem Marmorton, ein Goldkreuz krönt den siebensäuligen Tempelaufbau. Ein Pelikan als Christusmetapher gibt seinen Jungen das eigene Blut. In den Altarnischen ist links Maria, rechts der Evangelist Johannes.

Im linken Seitenaltar tritt uns ein schöner Christus entgegen, auf dem rechten Seitenaltar kommt die Heilige Familie aus einem himmlisch-goldschimmernden Gebäude, auch hier ein farbiges Bild. Damals liebte man diese gefühlvollen Darstellungen. Religion sollte nicht mit dem Versand, sondern mit dem Herzen aufgenommen werden.
Kirche Maria Namen in Neubäu

In der Konche, der Kehlung der Apsis, thront der majestätische Christus als Weltenherrscher und Richter. Die neuromanischen starken Rundbögen ruhen auf Konsolen, bunte Glasfenster versetzen uns in eine andachtsvolle Stimmung. Die Rundbogenfenster und das Rundbogenfries, das Querhaus (deshalb kreuzförmiger Grundriss) erinnern an die mittelalterlichen romanischen Kaiserdome und Klosterbasiliken. Auch die Doppelfenster des Turmes sind durch Säulchen unterteilt. Die Neubäuer Kirche ist eine der schönsten neuromanischen Bauten.